© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 79
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Manche Hofleut in des Königs Reiche,
Konnten sich darum nicht wohl vergleichen.
Der eine dem andern gewißlich weicht.
Zuweis verderben sie alle zugleich.
Falschheit und Betrug glückt nicht in die Länge,
Zuletzt will's seinen Herrn verdrängen.
Sich stützen auf Gott und Rechtschaffenheit,
Gibt Glück, Ruh und Frieden lange Zeit.
Um eine unwahre Red die Herren wurden getödttt!
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Gutes Ende.
Hör, du guter junger Gesell, im Schachbret spiel mit mir;
„Ich habe ja kein rothes Gold, das ich könnt setzen dir."
Zn Freud so leben beide zusammen'.
Seh du mir nur dein gut Hüllein, wie sehr es grau schon iß:
Ich setz dafür meine Perlenschnur, die nimm, wenn du sie kriegß.
Der erste Goldwürfel da über das Schachbret rann:
Der junge Gesell verloren hat, so schnell die Jungfrau gewann.
Hör, du guter junger Gesell, im Schachbret spiel mit mir:
„Zch habe ja kein rothes Gold, das ich könnt sehen dir."
Setz du auf dein Röckelein, wie sehr es grau schon ist:
Zch setz .dafür meine Krone von Gold, die nimm, wenn dn
sie kriegst.
Der zweite Goldwürfel da über das Schachbret rann:
Der junge Gesell verloren hät, so schnell die Zungfrau gewann.