Volltext: Altdänische Heldenlieder, Balladen und Märchen

©  Hessisches  Staatsarchiv  Marburg,  Best.  340  Grimm  Nr.  L  79

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Er  war  klug  im  Reden,  konnte  fügen  viel  gut  seine  Wort:
„Da  halten  zwei  so  wohlgeborne  Mann  außen  vor  der  Pfort. 5 ‘
„Da  halten  zwei  so  wohlgeborne  Mann  außen  vor  der  Pfort:
Der  eine  führt  eine  Fiedel,  der  ander'  einen  vergoldeten  Helm.  “
„  Ec  führet  nicht  die  Fiedel  irgend  für  Herren  Lohn:
Von  wannen  die  sind  kommen,  da  sind  sie  zwei  Herzoge»  Söhn'.  “
Das  war  die  stolze  Frau  Grrmild,  die  wickelt'  ihr  Haupt  in
das  Kleid,
So  ging  sie  in  den  Burghof,  und  lud  ihre  Brüder  herein.
„Wollt  Ihr  gehen  in  die  Stube,  und  trinken  Meth  und  Wein?
Ein  Seidenbett,  wann  ihr  wollt  schlafen,  und  zwei  Jungfrauen
mein?"
Das  war  die  stolze  Frau  Grimild,  die  wickelt'  ihr  Haupt  in
das  Kleid,
So  ging  sie  in  die  Steinstube  vor  all  ihren  Kämpfern  ein.
„Hier  sitzet  Ihr,  all'  meine  Mann,  trinkt  beides  Meth  und  Wein:
Wer  will  Held  Hogen  erschlagen,  allerliebsten  Bruder  mein?"
„Wer  diesen  Preis  will  erwerben,  der  schlag  Held  Hogen  zu  todt;
Er  soll  herrschen  in  meinen  Burgen,  und  gewinnen  mein  Gold
so  roch."
Darauf  antwortet'  ein  Kampfer,  ein  Vogt  wohl  über  das  Land:
Den  Preis  will  ich  erwerben  fürwahr  mit  dieser  freien  Hand.
Den  Preis  will  ich  erwerben,  ich  schlag  Held  Hogen  zu  todt;
So  herrsch  ich  über  deine  Burgen  und  über  dein  Gold  so  roth.
Dazu  sprach  Folqvard  Spielemann,  mit  seiner  großen  Eisenstange:
Ich  will  dich  schon  zeichnen,  eh  du  hervor  gegangen.
Er  schlug  dackit  den  ersten  Schlag:  fünfzehit  Kämpfer  da  lagen;
„Hei!  hei!  Folqvard  Spielemann,  wie  rührst  du  den  Fiedelbogen!" ­

	        
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