Volltext: Altdänische Heldenlieder, Balladen und Märchen

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Das  war  die  stolze  Frau  Grimi  ld,  die  ließ  beides  brauen  und  mischen;
Da  waren  so  manche  freie  Helden,  nach  denen  gebot  sie  zu  schicken.
„Du  lad'  sie  zu  kommen  zum  Kampfe,  du  lad'  sie  zu  kommen
zum  Streit,
Da  wird  so  mancher  freie  Held  verlieren  seinen  jungen  Leib."
Das  war  Held  Hogens  Mutter,  die  thät  so  wunderlich!träumen:
Wie  ein  gut  Fohlen  stürzte,  das  wollte  man  ausreiten.
„Der  Traum  der  hat  zu  bedeuten,  lieber  Sohn,  behalts  in
dem  Sinn:
Hüt  dich  vor  deiner  Schwester,  die  ist  so  rasch  und  schlimm."
Das  war  der  Held  Hogen,  der  ritt  aus  zu  dem  Strand',
Er  fand  da  ein  Meerweib,  das  lag  auf  dem  weißen  Sand.
Sag  mir,  du  gutes  Meerweib,  du  bist  'ne  Wahrsagerin  weis:
Soll  ich  schlagen  in  Hvenischem  Land  und  bestreiten  die  Kämpfer ­
  mit  Preis?
„Hör  du,  Held  Hogen,  du  bist  ein  Ritter  so  stark:
Gnug  hast  du  Lande  selber,  darzu  groß  Ehr'  und  Gewalt."
.,Du  hast  beides  Gold  und  Silber,  darzu  auch  Durgen  und  Festen:
Kommst  du  in  das  Hvenische  Land,  da  geht  dirs  nicht  zum  besten."
„Du  hast  Gewalt  und  großes  Gut,  darzu  viel  Gold  so  roth:
Kommst  du  nach  Hven  im  Zahr,  so  wirst  du  geschlagen  zu  todt."
Das  war  der  Held  Hogen,  er  zürnte  bei  den  Worten  so  viel:
Er  schlug  das  arme  Meerweib,  daß  es  zur  schwarzen  Erde  fiel.
Liege  du  hier  und  rnhe,  du  häßlich  und  böses  Weib:
jd)  weiß  den  Sieg  über  Kämpfer  zu  gewinnen,  und  zu  wehren ­
  meinen  Leib.
Da  ritten  außen  vor  der  Pfort  ja  zwei  so  herrliche  Mann,
Sie  waren  gekleidet  in  Seide,  ihre  Roß«  die  sprangen  heran.
	        
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