Volltext: Altdänische Heldenlieder, Balladen und Märchen

Sie  schlugen  an  dir  Pforte,  das  schallt'  in  das  Schloß  hinauf:
Wo  bist  du,  Pförtner?  warum  läßt  du  nicht  auf?
Drauf  antwortete  der  Pförtner  unter  dem  Kleide  so  listig'und  fein:
„Zch  darf  nicht  vor  meiner  Fraue  laßen  irgend  einen  Fremden
herein.  "
Er  ging  zur  Fraue  Grimild,  er  fragte  sie  sofort:
„Da  halten  zwei  Ritter  vor  unsrer  Burg,  die  bitten,  zu  öffnen
alsbald  die  Pfort."
Da  sprach  zu  ihm  Fraue  Grimild:  das  ist  der  Spielmann  Folqvard,
Das  ist  der  Held  Hegen,  beid'  meine  Brüder  fürwahr.
Nieder  da  gingen  Frauen  und  Jungfrauen,  die  schauten  der
Ritter  Gang,
Sie  waren  schmal  in  der  Mitte,  nach  rechtein  Maaße  lang.
Das  war  die  stolze  Frau  Grimild,  die  schlug  über  sich  ihr
Scharlachkieid,
So  ging  sie  in  den  Hof  hinab,  und  bat  die  Helden  herein.
Hier  ist  Sitt'  und  Burgstubenrecht,  daß  keiner  darf  ziehen  ein
Schwert:
Mich  dünket  das  so  schlimm  zu  seyn,  seit  erschlagen  der  König
Siegfred.
„Zch  schlug  den  König  Siegfred  mit  meiner  eignen  Hand:
Ich  schlug  auch  König  Ottelin,  der  war  so  stark  ein  Mann."
Daß  ich  verlor  meinen  Panzer  gut,  auch  mein  grau  Roß,  muß.
ich  klagen.
Dort  in  den  kalten  Wintern,  wo  wir  vor  Trojen  lagen.
Sie  folgt'  ihnen  zu  dem  Saale  zu  hundert  ihren  Kämpfern  werth:
Gegen  die  zwei  Ritter  standen  sie  all',  in  den  Händen  gezogene
Schwert.
'»Äst  hier  kein  Kämpfer  darunter,  der  gegeßen  hat  mein  Brot,
Der  aerravk  meinen  Bruder  zu  schlagen?  ich  geb  ihm  Gold  so  roth.  “
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.