sches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 79
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Auf da stand Franc Grrmild, sic konnt' fügen ihre Worte viel gut:
Er führet keine Fiedel noch vor Herren Tisch Dienst' er thut.
Das sind zwei frische Heiden, edle Herzogskinder frei.
Sie sind mir auch nicht unbekannt: wir sind Geschwister drei.
Das war der Graf Herr Guncelin, der zu seinen Mannen sprach:
Wir halten noch ein Rennen , Held Hogen kommt heut am Tag.
Wir wolle» fechten mit ihm noch heut und sie schlagen allsammt
zu todt:
So mögen wir gewinnen seinen grünen Wald, darzu sein Gold
so roth.
Frane Grimild ging ihren Brüdern entgegen, große Falschheit
war dabei:
Ihr seyd mir alle willkommen, außer Held Hogen allein.
Drinnen bei der Thüre, da sprach Hogen der Degen:
Drum will ich mit Euch kämpfen, dürst Ihr Euch deß verwegen.
Aus gingen die Gesellen, so sehre sie da sprungen:
Sie litten alle große Pein, die alten so wie die jungen.
Entz wei ging das gute Schwert in Folqvard Spielemanns Hand:
Da sah er sich über die Thüre und faßt' eine große Stahlstang'.
Er schlug aus den ersten Schlag wohl sieben so rasche Hofmann:
Zn des Herrn eigenem Namen, sprach er, nun wird meine
Fiedel bekannt.
Nun gehet meine Fiedel, Ihr tanzet und springet im Kreis:
Mir wird unter meinen Panzerringen von großer Arbeit heiß.
Das war Herr König Guncelin, der vor Grimilde trat:
Hilf nun gegen diese harte Heiden, oder befrei uns von ih,
nen alsbald.
„Kämpfet nun, meine guten Mann, alle, denen ich gebe das Brot,
Und läßet davon ja nicht ab, bis Folqvard lieget tobt."