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michahels — hep! welch ein süßer feite, der klinget durch
den himel— uud dez i4) guten saut raphahels, gabriels
u. s. w. Nu laz noch Hute daz unrehte güte, durch die
küniginne, die her david als wol gelobet hat: ia siet sie
zu der zeswen dez himelischcn küniges mit güldinre wete,
und durch aller irre iüngfrauwen ere, daz isi min frauwe
sank katherine und sank Margarete und sant iuliana,
u. s. w. Er endut sin nit. Nü seht, wie er hat ver-
zwifelt an der geselleschaft aller, an der helfe miner
frauwen sant marien und aller engele. Ir andern sün-
der, durch den almchtigen got nit verzweifelt, als dirrc
gitige, und gewinnent hüte wäre ruwe, und habent gan-
tzen willen, daz irs niemer me getun wollent. — Daz
ander gebreche ist, daz du din reht gewonnen güt nit zu
giteclich halten solt, und du cz den armen lüten mitteiln
solt. Wanne da wirt uch der almehtige got umb fra
gen an dem iüngesten tage. Ir sult den ellenden Her
bergen und den nacketen kleiden und den hungerigen
ezzen. Ir sult den armen lüten lihen, so körn, so phen-
nige, ob ir sin state habet. Ez helfent ettewanne ein
armes sehs Pfennige als wol, die man im liht, als ob
du sic im unib sust gebest. Du solt aber ein pfant von
im nemen, daz gan dir got gar wol, daz du ein' pfant
vpn im niniest. Ez ist dir als almusen, als sus. Wanne
14) Hds. „und durch dm guten — raphabeln, gabrieln"— ohn.
Zweifel ein Schreibfehler, aus den unmittelbar vorhergehen
den Worten entstanden. Die Genitive hangen ab von „frei
den" und „ern".
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