Full text: Gedichte des Mittelalters auf König Friedrich I., den Staufer und aus seiner so wie der nächstfolgenden Zeit

essisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. Dr 196 
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annis quater quinis, 
scis matum pruinis 
scintilla caritatis alserat facta jam cinis. 
Hoc decus concordie 
sanxit flos Saxonig 
noster felix pontifex 
Wichmannus omnis pacis artifex 
mira gratia, 
per quem talia fiunt consilia, 
que hunc errorem 
valent reducere sic ad pacis honorem etc. etc. 
Passeres illos, qui transmigrant supra montes, 
Alexander quartus, sagax et fidelis 
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f. 38* Exiit diluculo rustica puella 
cum grege, cum baculo, cum lana novella; 
( 1 ) Unmittelbar nach einem ereignis des j. 1177 mufs es auffallen Alexander den vierten erwähnt zu 
linden, der von 1254 bis 1261, fast hundert jahre später auf dem päbstlichen Stuhl safs; das widerspricht 
dem inhalt der hs. und der feststellung ihres alters. Alexander der dritte (-j-1181) würde passen; sollten 
sich dichter oder abschreiber in der zahl geirrt haben ? ich wüste auch nicht, dafs dem dritten Alexander 
irgend ein gegenpabst vorausgegangen wäre, der mitgezählt ihn zum vierten machen könnte. Acht blätter 
voraus war von einem Alexander die rede, welchen der dichter den seinigen nennt, der aber gar kein pabst, 
sondern ein geistlicher zuPavia gewesen zu sein scheint; sollte auch dieser Alexander quartus auf ihn oder 
jemand andern als den pabst zu deuten sein? bei den lateinischen dichtem wie den troubadours herschte 
gibellinische gesinnung vor und man findet die päbste weit eher angegriffen als gepriesen. Das worauf in 
unsrer stelle gewiesen wird, läfst sich nicht bestimmt fassen; wer soll unter den vom erzjäger bestrickten 
Sperlingen, die über die berge wandern, gemeint sein? 
( 2 ) Ein lieblicher kosename; auch ein deutscher dichter redet an 'min morgensternlm!’ MSH. 3, 307 £ 
und in Polen wird geschmeichelt 'gwiazdo’, 'iutrzenkof (Linde 2 f 925 £ ).
	        

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