Full text: Kinder- und Hausmärchen

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Hausgerät: in deinem Schatze liegen fünf Tonnen Goldes, 
laß eine von den Goldschmieden des Reichs verarbeiten zu 
allerhand Gefäßen und Gerätschaften, zu allerhand Vögeln, 
Gewild und wunderbaren Tieren, das wird ihr gefallen. 
Wir wollen hinfahren und unser Glück versuchen.' Der 
König ließ alle Goldschmiede zusammen kommen: sie arbeite 
ten Tag und Nacht, bis endlich die herrlichsten Dinge fertig 
waren. Nun ließ der getreue Johannes alles auf ein Schiff 
laden, und zog Kaufmannskleider an, und der König mußte 
ein Gleiches thun, um sich unkenntlich zu machen. Dann 
fuhren sie über das Meer und fuhren so lange bis sie zur 
Stadt kamen, worin die Königstochter vom goldenen Dache 
wohnte. 
Der treue Johannes hieß den König auf dem Schiffe zu 
rückbleiben und auf ihn warten. 'Vielleicht,' sprach er, 'bring 
ich die Königstochter mit, darum sorget, daß alles in Ordnung 
ist, laßt die Goldgefäße aufstellen und das ganze Schiff aus 
schmücken.' Darauf suchte er sich in sein Schürzchen allerlei 
von den Goldsachen zusammen, stieg ans Land und ging 
gerade nach dem königlichen Schloß. Als er in den Schloß 
hof kam, stand da beim Brunnen ein schönes Mädchen, das 
hatte zwei goldene Eimer in der Hand und schöpfte damit. 
Und als es das goldblinkende Wasser forttragen wollte und sich 
umdrehte, sah es den fremden Mann und fragte ihn, wer er 
wäre? Da antwortete er 'ich bin ein Kaufmann' und öffnete 
sein Schürzchen und ließ sie hinein schauen. Da rief sie 'ei, 
was für schönes Goldzeug!' setzte die Eimer nieder und be 
trachtete eins nach dem andern. Da sprach das Mädchen 
'das muß die Königstochter sehen, die hat so große Freude
        

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