Volltext: Kinder- und Hausmärchen

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Verwahrung  r  zwölf  darfst  du  davon  ausschließen,  und  die  Herrlichkeiten ­
  betrachten,  aber  die  dreizehnte,  die  dieser  kleine  Schlüssel
öffnet,  die  ist  dir  verboten,  und  hüte  dich  daß  du  sie  nicht  ausschließest, ­
  sonst  wirst  du  unglücklich?  Das  Mädchen  versprach  ihr
gehorsam  zu  sein,  und  als  nun  die  Jungfrau  Maria  weg  war^
fieng  es  an  und  besirh  die  Wohnungen  des  Himmelreichs:  jeden
Tag  schloß  es  eine  auf,  bis  die  zwölfe  herum  waren.  In  jeder
aber  saß  ein  Apostel,  und  war  so  viel  Glanz  umher,  daß  es  sein
m  Lebtag  solche  Pracht  und  Herrlichkeit  nicht  gesehen  hatte:  und  eS
re  freute  sich  darüber,  und  die  Englein,  die  es  immer  begleiteten,
he  freuten  sich  mit  ihm.  Nun  war  nur  noch  die  verbotene  Thür
n.  ribrig,  da  empfand  es  eine  große  Lust  zu  wissen  was  dahinter  verirr ­
  borgen  wäre,  und  sprach  zu  den  Englein  'ganz  aufmachen  will  ich
uf  sie  nicht,  aber  ein  bischen  ausschließen,  damit  wir  durch  den  Ritz
)n  sehen?  *Ach  nein/  sagten  die  Englein,  'das  wäre  Sünde:  die
in  Jungfrau  Maria  hats  verboten,  und  es  könnte  leicht  dein  Unglück
nt  werden?  Da  schwieg  es  still,  aber  die  Lust  und  Neugier  in  sein,
  uem  Zerzen  schwieg  nicht  still,  sondern  pickte  ordentlich  daran,  und
te,  ließ  ihm  keine  Ruhe.  Und  als  die  Englein  einmal  weggegangen
m  waren,  dachte  es  'nun  bin  ich  ganz  allein,  wer  siehts  dann?'  und
es  holte  den  Schlüssel.  Und  als  cs  ihn  geholt  hatte,  steckte  es  ihn
nt  auch  in  das  Schlüsselloch,  und  als  eS  ihn  hinein  gesteckt  hatte,
)N  drehte  es  auch  um.  Da  sprang  die  Thüre  auf,  und  es  sah  im
zu  Feuer  und  Glanz  die  Dreieinigkeit  sitzen,  und  rührte  ein  klein  tve-?a
  nig  mit  dem  Finger  an  den  Glanz,  da  ward  er  ganz  golden.  Da
in  ward  ihm  Angst,  und  es  schlug  die  Thüre  heftig  zu,  und  lief  fort.
	        
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