Volltext: Kinder- und Hausmärchen

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gieng  den  andern  Abend  hin,  und  wie  die  Ente  den  Kopf  durch
den  Gossenstein  herein  streckte,  nahm  er  sein  Schwert,  und  hieb  ihr
den  Hals  durch,  da  wurde  sie  auf  einmal  zum  schönsten  Mädchen,
und  glich  genau  dem  Bild,  das  der  Bruder  von  ihr  gemacht  hatte.
Der  König  aber  war  voll  Freuden,  und  weil  sie  ganz  naß  da  stand,
ließ  er  ihr  köstliche  Kleider  bringen,  und  ließ  sie  damit  bekleiden.
Dann  erzählte  sie  ihm  wie  sie  war  betrogen  und  endlich  Ln  den
Fluß  hinab  geworfen  worden;  und  ihre  erste  Bitte  war,  daß  ihr
Bruder  aus  der  Schlangenhöhle  herausgeholt  würde.  Und  als  der
König  diese  Bitte  erfüllt  hatte,  gieng  er  in  die  Kammer,  wo  die
alte  Hexe  saß,  und  fragte  *was  verdient  die,  welche  das  und  das
thut?'  und  erzählte  den  ganzen  Hergang.  Da  war  sie  verblendet,
merkte  nichts,  und  sprach  ‘bte  verdient  daß  man  sie  nackt  auszieht,
und  in  ein  Faß  mit  Nägeln  legt,  und  vor  das  Faß  ein  Pferd  spannt,
und  das  Pferd  Lu  alle  Welt  schickt.'  Das  geschah  alles  an  ihr
und  ihrer  schwarzen  Tochter.  Der  König  heirathete  die  weiße  schöne
Braut,  und  belohnte  den  treuen  Bruder,  indem  er  ihn  zu  einem
reichen  und  angesehenen  Mann  machte.
	        
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