Volltext: Kinder- und Hausmärchen

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»was  macht  mein  Kind?  was  macht  mein  Reh?
Nun  komm  ich  noch  diesmal  und  dann  nimmermehr?
Da  konnte  sich  der  König  nicht  zurückhalten,  sprang  zu  ihr  und
sprach  'du  kannst  niemand  anders  sein,  als  meine  liebe  Frau?
Da  antwortete  sie  ‘ja,  ich  bin  deine  liebe  Frau/  und  hatte  in
dem  Augenblick  durch  Gottes  Gnade  das  Leben  wieder  erhalten,
war  frisch,  roth  und  gesund.  Darauf  erzählte  sie  dem  König  den
Frevel,  den  die  böse  Hexe  und  ihre  Tochter  an  ihr  begangen  hatten. ­
  Der  König  ließ  beide  vor  Gericht  führen,  und  sie  wurden
verurtheilt:  die  Tochter  ward  in  Wald  geführt,  wo  sie  die  wilden
Thiere  zerrissen,  wie  sie  sie  erblickten;  die  Hexe  aber  ward  ins
Feuer  gelegt,  und  mußte  jammervoll  verbrennen.  Und  wie  sie  davon ­
  verzehrt  war,  verwandelte  sich  auch  das  Rehkälbchen,  und
erhielt  seine  menschliche  Gestalt  wieder;  und  Schwesterchen  und
Brüderchen  lebten  glücklich  zusammen  bis  an  ihr  Ende.

E

Kindermärchen.
	        
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