Objekt: Kinder- und Haus-Märchen (Bd. 2)

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her  kam,  geschwind  nahm  er  das  Huhn  und  versteckte  es,  welk  er
ihm  nichts  davon  gönnte.  Der  Alte  kam,  that  einen  Lrunk  und
ging  fort.  Nun  wollte  der  Sohn  das  gebratene  Huhn  wieder  auf
den  Lisch  tragen,  aber  als  er  darnach  griff,  war  es  eine  große
Kröte  geworden,  die  sprang  ihm  ins  Angesicht,  und  saß  da  und
/  ging  nicht  wieder  weg,  und  wenn  sie  jemand  wegthun  wollte,  sah
1  sie  ihn  giftig  an,  als  wollt'  sie  ihm  ins  Angesicht  springen,  so
daß  keiner  sie  anzurühren  getraute.  Und  die  Kröte  mußte  der
undankbare  Sohn  alle  Lage  füttern,  sonst  fraß  sie  ihm  aus  fei-Hem
  Angesicht,  und  also  ging  er  in  der  Welt  hin  und  her.
i 46 .
D  i  e  Rübe.
Es  waren  einmal  zwei  Brüder,  die  dienten  beide  als  Soldaten, ­
  und  war  der  eine  reich,  der  andere  arm.  Da  wollte  der
Arme  sich  aus  seiner  Noth  helfen,  zog  den  Soldatenrock  aus,
und  ward  ein  Bauer.  Also  grub  und  hackte  er  sein  Stückchen
Acker  und  säte  Rübsamen.  Der  Same  ging  auf  und  es  wuchs
,  da  eine  Rübe,  die  ward  groß  und  stark  und  zusehends  dicker,  und
wollte  gar  nicht  aufhören  zu  wachsen,  so  daß  sie  eine  Fürstin  aller ­
  Rüben  heißen  konnte,  denn  nimmer  war  so  eine  gesehen,  und
wird  auch  nimmer  wieder  gesehen  werden.  Zuletzt  war  sie  so  groß,
daß  sie  allein  einen  ganzen  Wagen  anfüllte,  und  zwei  Ochsen  daran ­
  ziehen  mußten,  und  der  Bauer  wußte  nicht  was  er  damit  anj
  fangen  sollte,  und  ob's  sein  Glück  oder  sein  Unglück  wäre.  End-
	        
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