19 ausbitten, aber es müssen leblose Dinge sein, und darfst das mit ins Schloß nehmen.' Da antwortete er 'so bitt ich um ein Feuer, eine Drehbank und eine Schnitzbank mit dem Messer.' Der König ließ ihm das alles bei Tag in das Schloß tragen. Als es Nacht werden wollte, ging der Junge hin ­ auf, machte sich in einer Kammer ein Helles Feuer an, stellte die Schnitzbank mit dem Messer daneben, und setzte sich auf die Drehbank. 'Ach, wenn mirs nur gruselte!' sprach er, 'aber hier werd ichs auch nicht lernen.' Gegen Mitternacht wollte er sich sein Feuer einmal aufschüren: wie er so hinein blies, ^ da schries plötzlich aus einer Ecke 'au, miau! was uns friert!' ^Jhr Narren,' rief er, 'was schreit ihr? wenn euch friert, kommt, setzt euch ans Feuer und wärmt euch.' Und wie er das gesagt hatte, kamen zwei große schwarze Katzen in einem gewaltigen Sprunge herbei, setzten sich ihm zu beiden Seiten und sahen ihn mit ihren feurigen Augen ganz wild an. Über ein Weilchen, als sie sich gewärmt hatten, sprachen sie 'Ka ­ merad, wollen wir eins in der Karte spielen?' Warum nicht? antwortete er, 'aber zeigt einmal eure Pfoten her.' Da streck ­ ten sie die Krallen aus. 'Ei,' sagte er, 'was habt ihr lange Nägel! wartet, die muß ich euch erst abschneiden.' Damit packte er sie beim Kragen, hob sie auf die Schnitzbank und schraubte ihnen die Pfoten fest. 'Euch habe ich auf die Fin ­ ger gesehen,' sprach er, 'da vergeht mir die Lust zum Karten ­ spiel,' schlug sie tot und warf sie hinaus ins Wasser. Als er aber die zwei zur Ruhe gebracht hatte und sich wieder zu sei ­ nem Feuer setzen wollte, da kamen aus allen Ecken und En ­ den schwarze Katzen und schwarze Hunde an glühenden Ket- 2»