23 warf ihn hinein und machte den Deckel zu; da kamen die sechs Männer und trugen ihn wieder fort. 'Es will mir nicht gruseln,' sagte er, 'hier lerne ichs mein Lebtag nicht.' Da trat ein Mann herein, der war größer als alle an ­ dere, und sah fürchterlich aus; er war aber alt und hatte einen langen weißen Bart. 'O du Wicht,' rief er, 'nun sollst du bald lernen, was Gruseln ist, denn du sollst sterben.' 'Nicht so schnell,' antwortete der Junge, 'soll ich sterben, so muß ich auch dabei sein.' 'Dich will ich schon packen,' sprach der Un ­ hold. 'Sachte, sachte, mach dich nicht zu breit: so stark wie du bin ich auch, und wohl noch stärker.' 'Das wollen wir sehen,' sprach der Alte, 'bist du stärker als ich, so will ich dich gehen lassen; komm, wir wollens versuchen.' Da führte er ihn durch dunkle Gänge zu einem Schmiedefeuer, nahm eine Axt und schlug den einen Amboß mit einem Schlag in die Erde. 'Das kann ich noch besser,' sprach der Junge und ging zu dem an ­ dern Amboß, und der Alte stellte sich neben hin und wollte zusehen, und sein weißer Bart hing herab. Da faßte der Junge die Axt, zerspaltete den Amboß auf einen Hieb und klemmte den Bart mit hinein. 'Nun hab ich dich,' sprach der Junge, 'jetzt ist das Sterben an dir.' Dann faßte er eine Eisenstange und schlug auf den Alten los, bis er wimmerte und bat, er möchte aufhören, er wollte ihm große Reichtümer geben. Der Junge zog die Axt raus und ließ den Alten los. Der Alte führte ihn wieder ins Schloß zurück und zeigte ihm in einem Keller drei Kasten voll Gold. 'Davon,' sprach er, 'ist ein Teil den Armen, der andere dem König, der dritte dein.' Indem schlug es zwölfe, und der Geist verschwand, also daß der Junge im Finstern stand. 'Ich werde mir doch