32 Hausgerät: in deinem Schatze liegen fünf Tonnen Goldes, laß eine von den Goldschmieden des Reichs verarbeiten zu allerhand Gefäßen und Gerätschaften, zu allerhand Vögeln, Gewild und wunderbaren Tieren, das wird ihr gefallen. Wir wollen hinfahren und unser Glück versuchen.' Der König ließ alle Goldschmiede zusammen kommen: sie arbeite ­ ten Tag und Nacht, bis endlich die herrlichsten Dinge fertig waren. Nun ließ der getreue Johannes alles auf ein Schiff laden, und zog Kaufmannskleider an, und der König mußte ein Gleiches thun, um sich unkenntlich zu machen. Dann fuhren sie über das Meer und fuhren so lange bis sie zur Stadt kamen, worin die Königstochter vom goldenen Dache wohnte. Der treue Johannes hieß den König auf dem Schiffe zu ­ rückbleiben und auf ihn warten. 'Vielleicht,' sprach er, 'bring ich die Königstochter mit, darum sorget, daß alles in Ordnung ist, laßt die Goldgefäße aufstellen und das ganze Schiff aus ­ schmücken.' Darauf suchte er sich in sein Schürzchen allerlei von den Goldsachen zusammen, stieg ans Land und ging gerade nach dem königlichen Schloß. Als er in den Schloß ­ hof kam, stand da beim Brunnen ein schönes Mädchen, das hatte zwei goldene Eimer in der Hand und schöpfte damit. Und als es das goldblinkende Wasser forttragen wollte und sich umdrehte, sah es den fremden Mann und fragte ihn, wer er wäre? Da antwortete er 'ich bin ein Kaufmann' und öffnete sein Schürzchen und ließ sie hinein schauen. Da rief sie 'ei, was für schönes Goldzeug!' setzte die Eimer nieder und be ­ trachtete eins nach dem andern. Da sprach das Mädchen 'das muß die Königstochter sehen, die hat so große Freude