33 an den Goldsachen, daß sie euch alles abkauft.' Es nahm ihn bei der Hand und führte ihn hinauf, denn es war die Kammer ­ jungfer. Als die Königstochter die Ware sah, war sie ganz vergnügt und sprach 'es ist so schön gearbeitet, daß ich dir alles abkaufen will.' Aber der getreue Johannes sprach 'ich bin nur der Diener von einem reichen Kaufmann: was ich hier habe, ist nichts gegen das, was mein Herr auf seinem Schiffe stehen hat und das ist das künstlichste und köstlichste, was je in Gold ist gearbeitet worden.' Sie wollte alles herauf gebracht haben, aber er sprach 'dazu gehören viele Tage, so groß ist die Menge, und so viele Säle, um es aufzustellen, daß euer Haus nicht Raum dafür hat.' Da ward ihre Neugierde und Lust immer mehr angeregt, so daß sie endlich sagte fführe mich hin zu dem Schiff, ich will selbst hingehen und deines Herrn Schätze betrachten.' Da führte sie der getreue Johannes zu dem Schiffe hin und war ganz freudig, und der König, als er sie erblickte, sah, daß sie noch schöner war als das Bild und meinte nicht anders, als das Herz wollte ihm zerspringen. Nun stieg sie in das Schiff, und der König führte sie hinein; der getreue Johannes aber blieb zurück bei dem Steuermann und hieß das Schiff abstoßen, 'spannt alle Segel auf, daß es fliegt wie ein Vogel in der Luft.' Der König aber zeigte ihr drinnen das goldene Geschirr, jedes einzeln, die Schüsseln, Becher, Näpfe, die Vögel, das Gewild und die wunderbaren Tiere. Viele Stunden gingen herum, während sie alles besah, und in ihrer Freude merkte sie nicht, daß das Schiff dahin fuhr. Nachdem sie das letzte betrachtet hatte, dankte sie dem Kauf ­ mann und wollte heim; als sie aber an des Schiffes Rand kam, sah sie, daß es fern vom Land auf hohem Meere ging Grimm, Märchen. Z