66 gab sie ihm noch ein Stückchen hartes Brot und sprach ^davon kannst du den Tag über essen,' und dachte 'draußen wirds erfrieren und verhungern und mir nimmermehr wie ­ der vor die Augen kommen.' Nun war das Mädchen gehorsam, that das Papierkleid an und ging mit dem Körbchen hinaus. Da war nichts als Schnee die Weite und Breite, und war kein grünes Hälmchen zu merken. Als es in den Wald kam, sah es ein kleines Häuschen, daraus guckten drei kleine Haule- männerchen. Es trat heran, wünschte ihnen die Tageszeit und klopfte an die Thür. Sie riefen herein, und es ging in die Stube und setzte sich auf die Bank am Ofen: da wollte es sich wärmen und sein Frühstück essen.' Die Haule- männerchen sprachen 'gieb uns auch etwas davon.' 'Gerne' sprach es, teilte sein Stückchen Brot entzwei und gab ihnen die Hälfte. Sie fragten 'was willst du zur Winterzeit in deinem dünnen Kleidchen hier im Wald?' 'Ach,' antwortete es, 'ich soll ein Körbchen voll Erdbeeren suchen und darf nicht eher nach Hause kommen, als bis ich es mitbringe.' Als es nun sein Brot gegessen hatte, gaben sie ihm einen Besen und sprachen 'kehre damit an der Hinterthüre den Schnee weg.' Wie es aber draußen war, sprachen die drei Män ­ nerchen unter einander 'was sollen wir ihm schenken, weil es so artig und gut ist und sein Brot mit uns geteilt hat?' Da sagte der erste 'ich schenk ihm, daß es jeden Tag schöner wird.' Der zweite sprach 'ich schenk ihm, daß Goldstücke ihm aus dem Mund fallen, so oft es ein Wort spricht.' Der dritte sprach 'ich schenk ihm, daß ein König kommt und es zu seiner Gemahlin nimmt.'