68 der Hinterthür rein.' 'Ei, kehrt euch selber,' antwortete es, 'ich bin eure Magd nicht.' Wie es sah, daß sie ihm nichts schenken wollten, ging es zur Thür hinaus. Da sprachen die kleinen Männer unter einander 'was sollen wir ihm schecken, weil es so unartig ist und ein böses neidisches Herz hat, das niemand etwas gönnt?' Der erste sprach 'ich schenk ihm, daß es jeden Tag häßlicher wird.' Der zweite sprach 'ich schenk ihm, daß bei jedem Wort, das es spricht, eine Kröte aus dem Munde springt.' Der dritte sprach 'ich schenk ihm, daß es eines unglücklichen Todes stirbt.' Das Mädchen suchte draußen nach Erdbeeren, als es aber keine fand, ging es verdrießlich nach Haus. Und wie es den Mund aufthat und seiner Mutter erzählen wollte, was ihm im Walde begegnet war, da sprang ihm bei jedem Wort eine Kröte aus dem Mund, so daß alle einen Abscheu vor ihm bekamen. Nun ärgerte sich die Stiefmutter noch viel mehr und dachte nur darauf, wie sie der Tochter des Mannes alles Herzeleid anthun wollte, deren Schönheit doch alle Tage größer ward. Endlich nahn: sie einen Kessel, setzte ihn zum Feuer und sott Garn darin. Als es gesotten war, hing sie es dem armen Mädchen auf die Schulter und gab ihm eine Axt dazu, damit sollte es auf den gefrornen Fluß gehen, ein Eisloch hauen und das Garn schlittern. Es war ge ­ horsam, ging hin und hackte ein Loch in das Eis, und als es mitten im Hacken war, kam ein prächtiger Wagen her ­ gefahren, worin der König saß. Der Wagen hielt still und der König fragte 'mein Kind wer bist du? und was machst du da? 'Ich bin ein armes verlassenes Mädchen und schliß