78 nicht, das ist die Morgensonne, die auf den Schornstein scheint.' Hansel aber hatte nicht nach dem Kätzchen ge ­ sehen, sondern immer einen von den blanken Kieselsteinen aus seiner Tasche auf den Weg geworfen. Als sie mitten in den Wald gekommen waren, sprach der Vater ‘nun sammelt Holz, ihr Kinder, ich will ein Feuer anmachen, damit ihr nicht friert.' Hansel und Gretel tru ­ gen Reisig zusammen, einen kleinen Berg hoch. Das ward angezündet, und als die Flamme recht hoch brannte, sagte die Frau ‘mm legt euch ans Feuer, ihr Kinder, und ruht euch aus, wir gehen in den Wald und hauen Holz. Wenn wir fertig sind, kommen wir wieder und holen euch ab.' Hänsel und Gretel saßen am Feuer, und als der Mit- , tag kam, aß jedes sein Stücklein Brot. Und weil sie die Schläge der Holzaxt hörten, so glaubten sie, ihr Vater wäre in der Nähe. Es war aber nicht die Holzaxt, es war ein Ast, den er an einen dürren Baum gebunden hatte, und den der Wind hin und her schlug. Und als sie so lange gesessen hat ­ ten, sielen ihnen die Augen vor Müdigkeit zu, und sie schlie ­ fen fest ein. Als sie endlich erwachten, war es schon finstere Nacht. Gretel fing an zu weinen und sprach ‘wie sollen wir nun aus dem Wald kommen!' Hänsel aber tröstete sie. ‘wart nur ein Weilchen, bis der Mond aufgegangen ist, dann wollen wir den Weg schon finden.' Und als der volle Mond aufgestiegen war, so nahm Hänsel sein Schwesterchen an der Hand und ging den Kieselsteinen nach, die schim ­ merten wie neu geschlagene Batzen und zeigten ihnen den Weg. Sie gingen die ganze Nacht hindurch und kamen bei anbrechenden Tag wieder zu ihres Vaters Haus. Sie