239 sie nicht gefunden: aber das half ihm soviel, als hätt ers in den Wind gesagt; er ward ins Gefängnis gesetzt und sollte so lange da sitzen, bis er den Stößer herbeigeschafft hätte. Die Bedienten mußten ihm täglich Wasser und Brot bringen, was man so in dem Gefängnis kriegt, da hörten sie, wie der Mann als fort schrie 'ach, hätt ich meiner Tochter gehört! ach, ach, hätt ich meiner Tochter gehört!' Da gingen die Bedienten zum König und sprachen das, wie der Gefangene als fort schrie 'ach, hätt ich meiner Tochter gehört!' und wollte nicht effen und nicht trinken. Da befahl er den Bedienten, sie sollten ihn vor ihn bringen, und da fragte ihn der Herr König, warum er also fort schrie 'ach, hätt ich meiner Tochter gehört!' 'Was hat eure Tochter denn gesagt?' 'Ja, sie hat gesprochen ich sollte den Mörsel nicht bringen, sonst müßt ich auch den Stößer schaffen.' 'Habt ihr denn so eine kluge Tochter, so laßt sie einmal herkommen.' Also mußte sie vor den König kommen, der fragte sie, ob sie denn so klug wäre, und sagte, er wollte ihr wohl ein Rätsel aufgeben, wenn sie das treffen könnte, dann wollte er sie heiraten. Da sprach sie gleich ja, sie wollts erraten. Da sagte der König 'komm zu mir, nicht gekleidet, nicht nackend, nicht geritten, nicht gefahren, nicht in dem Weg, nicht außer dem Weg, und wenn du das kannst, will ich dich heiraten.' Da ging sie hin und zog sich aus splinternackend, da war sie nicht gekleidet; und nahm ein großes Fischgarn und setzte sich hinein und wickelte es ganz um sich herum, da war sie nicht nackend; und borgte einen Esel fürs Geld und band dem Esel das Fischgarn an den Schwanz, daran er sie fort ­ schleppen mußte, und war das nicht geritten und nicht ge-