250 39. Die klugen Leute. Eines Tages holte ein Bauer seinen hagebüchnen Stock aus der Ecke und sprach zu seiner Frau 'Trine, ich gehe jetzt über Land und komme erst in drei Tagen wieder zurück. Wenn der Viehhändler in der Zeitz bei uns einspricht und will unsere Kühe kaufen, so kannst du sie losschlagen, aber nicht anders als für zweihundert Thaler, geringer nicht: hörst du wohl?' 'Geh nur in Gottes Namen,' antwortete die Frau, 'ich will das schon machen.' 'Ja du,' sprach der Mann, 'du bist als kleines Kind einmal auf den Kopf ge ­ fallen, das hängt dir bis auf diese Stunde nach. Aber das sage ich dir, machst du dummes Zeug, so streiche ich dir den Rücken blau an, und das ohne Farbe, blos mit dem Stocke, den ich da in der Hand habe, und der Anstrich soll ein ganzes Jahr halten; darauf kannst du dich verlassen.' Da ­ mit ging der Mann seiner Wege. Am andern Morgen kam der Viehhändler, und die Frau brauchte nicht viel Worte mit ihm zu machen. Als er die Kühe besehen hatte und den Preis vernahm, sagte er 'das gebe ich gerne, so viel sind sie unter Brüdern wert. Ich will die Tiere gleich mitnehmen.' Er machte sie von der Kette los und trieb sie aus dem Stall. Als er zum Hofthor hinaus wollte, so faßte ihn die Frau am Ärmel und sprach 'ihr