254 Junge zu, 'ber aus dem Himmel gekommen ist?' 'Ja, ant ­ wortete er, 'der hat sich wieder auf den Rückweg gemacht und ist den Berg dort hinauf gegangen, von wo ers etwas näher hat. Ihr könnt ihn noch einholen, wenn ihr etwas scharf reitet.' 'Ach,' sagte der Junge, 'ich habe mich den ganzen Tag abgeäschert und der Ritt hierher hat mich vollends müde gemacht; ihr kennt den Mann, seid so gut, setzt euch auf mein Pferd und überredet ihn, daß er hierher kommt.' 'Aha,' meinte der Bauer, 'das ist auch einer, der hat keinen Docht in seiner Lampe!' 'Warum sollte ich euch den Gefallen nicht thun?' sprach er, stieg auf das Pferd und ritt im stärksten Trab davon. Der Junge blieb sitzen, bis die Nacht einbrach, aber der Bauer kam nicht zurück. 'Gewiß,' sprach er zu sich selbst, 'hat der Mann aus dem Himmel große Eile gehabt und nicht umkehren wollen, und der Bauer hat ihm das Pferd mitgegeben, um es meinem Vater zu bringen.' Er ging heim und erzählte seiner Mutter, was geschehen war, das Pferd habe er dem Vater- geschickt, damit er nicht immer zurück zu laufen brauche.' 'Du hast wohl gethan,' antwortete sie, 'du hast noch junge Beine und kannst zu Fuß gehen.' Als der Bauer nach Haus gekommen war, stellte er das Pferd in den Stall neben die verpfändete Kuh, dann ging er zu seiner Frau und sagte 'Trine, das war dein Glück, ich habe zwei gefunden, die noch einfältiger sind als du: diesmal kommst du ohne Schläge davon, ich will sie für eine andere Gelegenheit aufsparen.' Dann zündete er seine Pfeife an, setzte sich in den Großvaterstuhl und sprach 'das war ein gutes Geschäft, für zwei magere Kühe