261 Katze dienen und alle Tage Holz klein machen; dazu kriegte er eine Axt von Silber und die Keile und Säge von Sil- ber und der Schläger war von Kupfer. Nun, da machte ers klein, blieb da im Haus, hatte sein gutes Essen und Trinken, sah aber niemand als die bunte Katze und ihr Gesinde. Einmal sagte sie zu ihm 'geh hin und mähe meine Wiese und mache das Gras trocken,' und gab ihm von Silber eine Sense und von Gold einen Wetzstein, hieß ihn aber auch alles wieder richtig abliefern. Da ging Hans hin und that, was ihm geheißen war; nach voll ­ brachter Arbeit trug er Sense, Wetzstein und Heu nach Haus und fragte, ob sie ihm noch nicht seinen Lohn geben wollte. 'Nein,' sagte die Katze, 'du sollst mir erst noch einerlei thun, da ist Bauholz von Silber, Zimmeraxt, Winkeleisen und was notig ist, alles von Silber, daraus baue mir erst ein kleines Häuschen.' Da baute Hans das Häuschen fertig und sagte, er hätte nun alles gethan und hätte noch kein Pferd; doch waren die sieben Jahre ihm herum gegangen wie ein halbes. Fragte die Katze, ob er j ihre Pferde sehen wollte? 'Ja' sagte Hans. Da machte sie ihm das Häuschen auf, und weil sie die Thüre so auf ­ macht, da stehen zwölf Pferde, ach, die waren gewesen ganz stolz, die hatten geblänkt und gespiegelt, daß sich sein Herz im Leibe darüber freute. Nun gab sie ihm zu essen und zu trinken und sprach 'geh heim, dein Pferd geb ich dir nicht mit: in drei Tagen aber komm ich und bringe dirs nach.' Also machte sich Hans auf, und sie zeigte ihm den Weg zur Mühle. Sie hatte ihm aber nicht einmal ein neues Kleid gegeben, sondern er mußte sein altes lumpiges Kittelchen