265 Jahr einen Heller, das ist ein großer und reichlicher Lohn wie du ihn bei wenigen Herrn empfangen hättest? Der gute Knecht, der vom Geld wenig verstand, strich sein Kapital ein und dachte 'nun hast du vollauf in der Tasche, was willst du länger sorgen und dich mit schwerer Arbeit länger plagen? Da zog er fort, bergauf, bergab, sang und sprang nach Herzenslust. Nun trug es sich zu, als er an einem Busch ­ werk vorüber kam, daß ein kleines Männchen hervor trat und ihn anrief. 'Wo hinaus, Bruder Lustig? ich sehe du trägst nicht schwer an deinen Sorgen? 'Was soll ich traurig sein,' antwortete der Knecht, 'ich habe vollauf, der Lohn von drei Jahren klingelt in meiner Tasche? Wieviel ist denn deines Schatzes?' fragte ihn das Männchen. 'Wie ­ viel? drei bare Heller richtig gezählt? 'Höre,' sagte der Zwerg, 'ich bin ein armer bedürftiger Mann, schenke mir deine drei Heller; ich kann nichts mehr arbeiten, du aber bist jung und kannst dir dein Brot leicht verdienen? Und weil der Knecht ein gutes Herz hatte und Mitleid mit dem Männ ­ chen fühlte, so reichte er ihm seine drei Heller und sprach 'in Gottes Namen, es wird mir doch nicht fehlen? Da sprach das Männchen 'weil ich dein gutes Herz sehe, so gewähre ich dir drei Wünsche, für jeden Heller einen, die sollen dir in Erfüllung gehen? 'Aha? sprach der Knecht, 'du bist einer der blau pfeifen kann. Wohlan, wenns doch sein soll, so wünsche ich mir erstlich ein Vogelrohr, das alles trifft, wo ­ nach ich ziele: zweitens eine Fiedel, wenn ich darauf streiche, so muß alles tanzen, was den Klang hört, und drittens wenn ich an jemand eine Bitte thue, so darf er sie nicht ab ­ schlagen? 'Das sollst du alles haben' sprach das Männ-